Die höhere Glanzwirkung von Metall nach dem Strahlreinigen entsteht vor allem durch die Oberflächenreinigung, Veränderungen der Mikrogefügestruktur sowie veränderte Lichtreflexionseigenschaften.
Hauptursachen
Entfernung von Oxidschichten und Verunreinigungen
Durch den Aufprall des schnell bewegten Strahlmittels werden Rost, Walzhaut, Fett und weitere Beläge auf der Metalloberfläche wirkungsvoll abgetragen. Das reine Grundmetall tritt hervor, wodurch sein natürlicher metallischer Glanz wiederhergestellt oder verstärkt wird.
Entstehung einer gleichmäßig rauhen Oberfläche
Der Aufprall des Granulats erzeugt mikroskopische Vertiefungen und plastische Verformungen auf der Werkstückoberfläche, sodass eine gleichmäßige Mikrorauheit entsteht. Unter bestimmten Bedingungen verbessert diese Struktur die diffuse oder gerichtete Lichtreflexion, wodurch die Oberfläche glänzender erscheint.
Werkstoffgerechte Prozessanpassung
Bei der Bearbeitung von Nichteisenmetallen wie Aluminiumlegierungen lassen sich mit Edelstahlgranulat (Typen 410 oder 304) hochglänzende Oberflächen erzeugen, wenn die Prozessparameter (Granulathärte, Korngröße usw.) korrekt eingestellt sind.
Beispielsweise erreicht man den leuchtend silberweißen Glanz von Aluminiumteilen nach dem Strahlen meist durch Beimischung einer geringen Menge Aluminiumgranulat zu Edelstahlgranulat.



